Bollinger

Die Franzosen waren gestern in der Stadt……….Bollinger La Grande Année MG 1990-2004. Meine Favoriten waren 1992, 1996 und 2002. Und der Rest war auch verdammt gut. Insbesondere 2002 kann ich jedem nur ans Herz legen.  

http://www.champagne-bollinger.com

2002 Magnum hat 60% Pinot Noir und 40% Chardonnay. Basiert auf 71% Grands Crus und 29% Premiers Crus. Sowas von präzise, elegant und mit enormen mineralischem Grip. Im Moment dominieren Citrus-Früchte, Blüten, Granny Smith und unterlegt mit einer hinreißenden mineralischen Cremigkeit. Alles so stringent&geradlinig, aber immer mit Grazie&Stil . Gar nicht so wuchtig wie man es sonst von Bollinger kennt, stattdessen wurde besondern Wert auf Feinheit&Finesse gelegt. Sensationell. 

94+/100

 

Geschichte

1829 wurde das Haus Bollinger von Jacques Bollinger zusammen mit Athanase de Villermont in Ay gegründet. Sehr schnell erlangte das Haus ei­nen guten Ruf auf dem interna­tionalen Markt. Bollinger wird heute immer noch von den Fa­milienmitgliedern geführt und ist damit eines der ganz weni­gen bedeutenden Champan­gerhäuser, die sich in Privatbe­sitz befinden. Seit 1992 hat sich die einzigartige Qualitäts­philosophie in einer eigenen Charta der Ethik und Qualität manifestiert. Diese Charta be­stimmt die Methoden und ho­hen Prinzipien von Bollinger. Bollinger verfügt über 151 Hek­tar eigene Weinberge, die sich vorwiegend in Grands- und Premiers-Crus-Lagen befinden. Die Trauben decken 70 Pro­zent des Bedarfs und verleihen den Weinen ihre Gleichmäßig­keit und Qualität. Die verblei­benden 30 Prozent werden von Grands-Crus- und Premiers­Crus-Weinbauern dazugekauft. 

Bollinger verwendet nur Cuvee­Most der ersten Pressung, der Saft der zweiten Pressung wird verkauft. Die erste Gärung der Weine, die für die Assemblage der Special Cuvee bestimmt ist, findet in Gärtanks oder Eichen­holzfässern statt. In außerge­wöhnlichen guten Jahren fer­mentiert das Haus Bollinger einen großen Teil seiner Weine in kleinen Eichenholzfässern und zwar Parzelle für Parzelle, Cru für Cru, Rebsorte für Reb­sorte. Dabei werden nur alte Fässer benutzt, um sicherzu­stellen, dass weder Tannin noch Eichenaromen die Weine beeinflussen. Der Stil von Bollinger ist ge­prägt vom Pinot Noir, der aus den prestigereichen Böden von Ay, Bouzet und Verzenay her­vorgeht. Seine Typizität verleiht dem Wein Komplexität, Weinig­keit und Vollmundigkeit. 

Die Grande Annee und damit auch der R.D. sind zu 100 Pro­zent, die Special Cuvee zu 80 Prozent aus Grands Crus und Premiers Crus vinifiziert. 

Die „Reserve“-Weine werden in Magnum-Flaschen, die mit ei­nem Korken verschlossen sind, getrennt nach Lage, Trauben­sorte und Jahrgang aufbe­wahrt. Dieses Verfahren ist ein­zigartig in der Champagne und es versetzt Bollinger in die La­ge, seine Reserveweine über einen langen Zeitraum zu er­halten, ohne dass sie ihre Fri­sche und ihren Charakter ver­lieren. Auf diese Weise verfügt Bollinger über eine echte „Weinbibliothek“ und ist somit in der Lage, mit großer Präzisi­on und Erfahrung aus den Re­serven diejenigen auszuwäh­len, die am besten den kon­stanten Charakter der As­semblage Special Cuvee ge­währleisten. 

Die Weine reifen vor dem De­gorgieren im Keller: die Special Cuvee mindestens drei Jahre; der Grande Annee mindestens fünf Jahre und der R.D. min­destens acht Jahre. 

Dieser Reifeprozess ist we­sentlich länger als die Mindest­anforderung der Appellation Champagne. Dadurch wird den Weinen die nötige Zeit ge­währt, um ihre Ausgewogenheit zu erreichen und alle Aromen zu entfalten. 

Die Grande Annee reift im Kel­ler unter Korkverschluss. Die­se Form des Verschlusses mit einem Korken, eine in der Champagne wenig angewen­dete Methode, ermöglicht es den Weinen sich weiter zu ent­wickeln, ohne einer zu starken Oxidation ausgesetzt zu sein. Diese Technik garantiert Fri­sche und ermöglicht es, die A­romen und Reinheit des Bou­ketts zu bewahren.

Weinberge

Die Weinberge von Champagne Bollinger liegen zu 80% in Grand- und Premier Cru-Lagen. Das ist überaus hoher Anteil an erstklassigen Lagen, insgesamt 160 ha Reben sind im Besitz des Hauses, sie bilden die solide Grundlage für die konstante Spitzenqualität der Produkte des Hauses. Die Winzergemeinden, aus denen das Traubengut des Hauses stammt, liegen in den Bereichen Montagne de Reims und Côte des Blancs. Die Böden in beiden Bereichen sind stark von Kalk geprägt, aber während die Lagen der Montagne de Reims nord-östlich, westlich, süd-östlich oder süd-westlich ausgerichtet sind, ist die Côte des Blancs mit Ausrichtung der Parzellen hauptsächlich in Ost oder Süd-Ost ähnlich der Côte d’Or im Burgund. Das ist auch der entscheidende Faktor für die Auswahl der Rebsorten, die dort im Anbau stehen. 

In Aÿ, Bouzy, Louvois, Mareuil-sur- Aÿ, Verzy und Verzenay, die alle zum Bereich Montagne de Reims gehören, befinden sich die Lagen für den Pinot Noir. Le Mesnil s/Oger, Chouilly, Cramant, Oger und Cuis im Bereich Côte des Blancs liefern den Chardonnay.

Ethik-Charta

1. Alle Weine von Bollinger werden im Stammhaus selber vinifiziert und ausgebaut. 

Bollinger bleibt eines der letzten Champagner-Häuser, das die Produktion zu 100% kontrolliert. Der Erwerb von „vins sur lattes“ ist völlig ausgeschlossen. 

<vins sur lattes> sind Weine, die unetikettiert auf der Flasche reifen. Sie können in dieser Form von anderen Champagner-Häusern erworben und mit deren Etikett versehen werden. 

2. Der Rebbesitz von Bollinger ist ein Garant für die Kontinuität des Stils. 

Die Rebfläche von Bollinger umfasst 164 Hektar, was 2/3 des Traubenbedarfs abdeckt. Im Durchschnitt verfügen die Handelshäuser der Champagne lediglich über 11% ihres Bedarfes. Der letzte Drittel wird direkt bei Winzern eingekauft, mit denen Bollinger eine langjährige Partnerschaft pflegt. Der Rebbau bei Bollinger erfolgt nach den Regeln der integrierten Produktion. Das Traubengut wird zusätzlich selektiv ausgewählt. Die Nachvollziehbarkeit in Bezug auf die Herkunft des Traubengutes ist von höchster Priorität. 

3. Bollinger bevorzugt Trauben aus Grand Cru- und Premier Cru-Lagen.

Die Champagne zählt 326 Crus, wovon 17 als Grand Cru- und 41 als Premier Cru-Lagen klassifiziert sind. Das Traubengut der eigenen Rebberge sowie jenes der Partner stammt aus ca. 30 verschiedenen Crus aus dem Departement Marne, wovon 12 Grand Cru- und 16 Premier Cru-Lagen sind. Grand- und Premier Cru-Lagen bilden wie folgt die Basis für die Assemblage : – Mindestens 80% für die Special Cuvée – 100% für Grande Année und R.D. 

4. Die Rebsorte Pinot Noir ist die Grundlage für die Champagner von Bollinger. 

Der Pinot Noir verleiht dem Wein Charakter, Komplexität und Nachhaltigkeit. Die Assemblage setzt sich in der Regel so zusammen: Special Cuvée: 60% Pinot Noir, 25% Chardonnay, 15% Pinot Meunier, La Grande Année und R.D.: 60% Pinot Noir, 40% Chardonnay 

5. Bollinger verwendet nur den Saft aus der „Cuvée“. 

Bollinger verkauft den Saft der zweiten Pressung. 

<cuvée> Aus 4000 kg Trauben darf in der Champagne gemäss Reglement 20,5 hl Saft gepresst werden, was als Cuvée bezeichnet wird und die Qualitätsspitze darstellt. Zusätzlich sind 5 hl Saft der zweiten Pressung erlaubt, die sogenannte „taille“ 

6. Bei Bollinger findet der Ausbau in Eichenfässern statt. 

Die Verwendung von Eichenfässern wird in der Champagne immer seltener praktiziert. Der Ausbau der Basisweine für Grande Année und R.D. sowie die zukünftigen „vins de réserve“ erfolgt ausschließlich im Fass. Die Basisweine für die Special Cuvée werden teilweise im Eichenfass und teilweise im Edelstahltank vinifiziert. 

7. Bollinger lässt seine „vins de réserve“ in Magnumflaschen reifen. 

Bollinger legt höchsten Wert auf die Special Cuvée. Nach jeder Weinlese wählt Bollinger die den Jahrgang am besten charakterisierenden Weine Cru für Cru aus und lagert sie für fünf bis zwölf Jahre in Magnumflaschen. Um die Qualität und die Frische der „vins de réserve“ über die Jahre hinweg zu garantieren, wird eine leichte Flaschengärung zugelassen. Diese Methode ist einzigartig in der Champagne. Die Assemblage des Special Cuvée besteht aus dem aktuellen Jahrgang, einem Anteil des vorherigen Jahrgangs sowie aus 5 – 10% „vins de réserve“. 

8. Bollinger lässt seine Champagner viel länger reifen. 

Ein großer Champagner braucht Zeit, um seine Persönlichkeit, seine Komplexität und seine aromatische Vielfalt zu entwickeln: 3 Jahre für die Special Cuvée, mindestens 5 Jahre für die Grande Année und 8 Jahre oder mehr für den R.D. (Récemment Dégorgé): eine Exklusivität von Bollinger. 

9. Bollinger hält die Tradition aufrecht, den Naturkorken als Flaschenverschluss während der zweiten Gärung für Grande Année, R.D. und die „vins de réserve“ zu verwenden. 

Der Naturkorken erlaubt einen dosierten Sauerstoffaustausch, der für die Aromabildung von großer Bedeutung ist. Die natürlichen Eigenschaften und Vorzüge des Naturkorkens kommen nach 3 – 4 Jahren der Flaschenlagerung voll zur Geltung. Der Gebrauch von Naturkorken als Flaschenverschluss während der zweiten Gärung ist in der Champagne eine Seltenheit geworden. 

10. Die Dosage wird bei Bollinger zurückhaltend eingesetzt. 

Im Durchschnitt: 7 bis 9 g/l Zucker für die Special Cuvée und Grande Année, für den R.D. lediglich 3 bis 4 g/l (Extra Brut). Nach dem Degorgieren ruhen die Champagner für 3 Monate. Bollinger vermarktet seine Champagner erst, wenn sie trinkreif sind. Bollinger ist ein großartiger Champagner, entsprechend sind die verfügbaren Mengen sehr limitiert. Bollinger garantiert aufgrund der Nachvollziehbarkeit während der Herstellung volle Transparenz. 

<Dosage> Nach dem Entfernen des Depots wird die fehlende Menge mit einem Zusatz von Wein und Zucker abgerundet. <Degorgieren> Das Depot, welches bei der zweiten Gärung in der Flasche entstanden ist und sich durch die traditionelle Rütteltechnik im Hals der Flasche abgelagert hat, wird durch das Öffnen der Flasche entfernt.

La Grande Anée

La Grande Année ist die „Cuvée de Prestige“ von Champagne Bollinger. 

Sie wird nur in besonderen Jahren produziert. Denn in diesem Champagner findet sich nicht nur der einzigartige Charakter des Jahrgangs wieder, aus dem er hervorgegangen ist, sondern er ist auch Ergebnis des „Stil Bollinger“, seines außergewöhnlichen Terroirs und seiner traditionellen Ausbaumethoden. 

Hier drückt sich das Wissen und die Vollkommenheit von Champagne Bollinger aus. La Grande Année entwickelt eine erhabene Weinigkeit, intensive, reiche und vielfältige Aromen, deren Vielfalt je nach Charakter des Jahrgangs variiert. 

Eine exklusive Assemblage von Traubengut aus Grand- und Premier Cru-Lagen

Das Traubengut stammt ausschließlich von Grand- und Premier Cru-Lagen aus der Champagne. 17 Crus werden für die Komposition des La Grande Année 2002 verwendet, wovon 82% Grand- und 18% Premier Cru-Lagen sind. 

Die Assemblage des La Grande Année 2002 besteht aus 63% Pinot Noir und 37% Chardonnay. 

Kelterung

  • Die Grande Année wird ausschliesslich aus dem Saft der „Cuvée“ gekeltert, den ersten 2.050 Litern Most aus einem „Marc“ von 4.000 kg. Trauben.
  • Die erste Gärung des La Grande Année findet in Eichenfässern statt, was heutzutage eine Seltenheit in der Champagne darstellt.
  • Das Traubengut aus den Cru-Lagen wird in kleinen Eichenfässern mit einem Fassungsvermögen von 205, 225 und 410 Litern vinifiziert, was eine strenge Auswahl ermöglicht. Champagne Bollinger verwendet nur gebrauchte Eichenfässer (5 Jahre und mehr), damit weder Tannin noch Holzgeschmack den Wein überdecken. Die Fässer verstärken im Gegenteil die aromatische Vielfalt und das Reifepotenzial.
  • Nach der Flaschenabfüllung des Jungweins, der Zugabe von Hefe und Zucker, der so genannten „prise de mousse“, wird die Flasche mit einem Naturkorken verschlossen. Das traditionelle Verfahren stellt im Vergleich zum Kronkorken aus Metall einen besseren Schutz vor Oxydation dar. Der Gebrauch von Naturkorken als Flaschenverschluss während der zweiten Gärung ist in der Champagne eine Seltenheit geworden. Der Korken bewahrt die Frische des Champagners und erlaubt die optimale Konservierung der Aromen und deren Typizität.
  • La Grande Année reift für mindestens sechs Jahre im Keller.
  • Nach dem Degorgieren per Hand profitiert La Grande Année von einer niedrigen Dosage (7 bis 9 g/l) und lagert nachfolgend mindestens 3 Monate in den Kellern, bevor sie für den Handel freigegeben werden. Diese Ruhephase ist erforderlich, damit die Grande Année die Dosage assimilieren und ihre Harmonie wieder zurückgewinnen kann.

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Dieser Beitrag wurde am 23. Januar 2013 um 09:02 veröffentlicht und ist unter Uncategorized abgelegt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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